Über das Gehalt gewinnen Sie nicht
Das ist unangenehm, aber es ist die Ausgangslage. Wer in Konstanz versucht, mit Kreuzlingen oder Frauenfeld über die Vergütung zu konkurrieren, verliert diese Auseinandersetzung zwangsläufig — und verbrennt dabei Marge.
Was Sie stattdessen haben, klingt weniger spektakulär und wirkt bei einem erheblichen Teil der Kandidaten besser: kein Grenzverkehr im Berufsverkehr, keine Quellensteuer-Bürokratie, ein überschaubares Team statt Nummer 300, planbare Zeiten, echte Weiterbildung. Diese Argumente sind real — sie stehen nur meist nirgends.
Absolventen bleiben, wenn es einen Grund gibt
Der Wegzug nach dem Abschluss ist kein Naturgesetz. Viele gehen, weil sie schlicht nicht wissen, welche Arbeitgeber es hier gibt — die regionalen Mittelständler sind an der Hochschule oft unsichtbar.
Wer als Betrieb frühzeitig auftaucht — mit Praktika, Abschlussarbeiten, Werkstudentenstellen — steht am Ende des Studiums bereits auf der Liste. Das ist Personalmarketing mit langem Atem, aber es ist der wirksamste Hebel in einer Universitätsstadt.
Die Karriereseite ist die Grundlage
Fast jeder Bewerber schaut sich das Unternehmen an, bevor er sich meldet — auch wenn er die Stelle woanders gefunden hat. Eine Seite mit Sammel-Mailadresse und dem Satz „Initiativbewerbungen willkommen" beendet das Interesse an dieser Stelle.
Brauchbar wird es mit: offenen Stellen im Klartext, einer Beschreibung des tatsächlichen Arbeitstags, einem Menschen mit Namen und Durchwahl, und Bildern aus dem Betrieb. Keine Raketentechnik, aber es machen erstaunlich wenige.
Stellen gehören auf die eigene Seite
Berufsbezeichnung plus Ort ist eine der häufigsten Suchanfragen überhaupt. Liegen Ihre Stellen nur in einem Portal, findet Google sie bei Ihnen nicht — und Sie zahlen dafür, dass jemand zwischen Ihnen und dem Bewerber steht.
Wir legen Stellen als eigene Unterseiten mit strukturierten Daten an, sodass sie in der Google-Jobsuche erscheinen können. Passende Bilder entstehen bei einem Termin vor Ort, siehe Fotografie.
Saisonkräfte in Gastronomie und Handel
Hier ist Fluktuation normal. Der Fehler ist, sie jedes Mal als Notfall zu behandeln. Wer ganzjährig als Arbeitgeber auffindbar ist, bekommt Initiativbewerbungen und kann auswählen, statt zu nehmen, was im Mai übrig ist.